Raumkonzept – Mitarbeiterporträt Tanja Erler

Im Porträt: Tanja Erler

Maler- und Lackierer-Meisterin

Die Geschichte beginnt im Jahr 2015. In einem kleinen Ort bei Trier gründet Michael Roth die Firma Raumkonzept. Mit durchschlagendem Erfolg: Das Ein-Mann-Unternehmen ist innerhalb kürzester Zeit so gefragt, dass der junge Gründer nicht umhinkommt, Mitstreiter zu suchen. Wen er da als Erstes anruft, da muss Michael Roth nicht lange überlegen. Er greift zum Handy und wählt die Nummer von … Tanja Erler.

TANJA ERLER

Tanja Erler

Ein eingespieltes Team

Man kennt sich. Die Szene ist klein, gute Leute sind selten, solche mit hervorragender Expertise erst recht. Tanja ist so jemand. Mit 15 die Ausbildung zur Maler- und Lackiererin, im Anschluss diverse Stationen bei den Top-Adressen im Großraum Trier-Luxemburg. Nicht nur in ihrer Disziplin erfahren, sondern geübt in vielen Dingen, die über ihre eigentliche Kernkompetenz hinausgehen. Ein Allround-Talent mit zahlreichen Zusatzqualifikationen!

Noch als Angestellter trifft Michael Roth auf Tanja, jahrelang arbeiten sie im gleichen Unternehmen, wechseln einmal sogar gemeinsam als Team zu einem neuen Arbeitgeber. Beide schätzen einander und wissen um die Stärken des Gegenübers. Ein eingespieltes Team – zweifellos. Als sich also damals die Frage nach ersten Mitarbeitern stellt, ist es für Michael Roth überhaupt keine Frage, wen er gerne als Allererste mit in seinem Unternehmen haben möchte.

Raumkonzept ohne Tanja ist für ihn heute undenkbar. Dass das Unternehmen nun da steht, wo es ist – mit 15 Mitarbeitern und in der Saar-Lor-Lux-Region führend in der Verarbeitung von Beton Ciré, Spanndecken und vielem mehr – hat vor allem auch mit dem Einsatz von Tanja zu tun, die nicht nur eine Expertin auf ihrem Gebiet ist, sondern mit viel Herzblut für Raumkonzept unterwegs ist. Und deshalb war schnell klar, wer die Reihe der Mitarbeiterporträts eröffnen soll. Wir freuen uns sehr, dass sich Tanja in unserer kleinen Interviewfolge als Erste vorstellt!

Liebe Tanja, vielen Dank, dass du als Erste die Runde eröffnest. Erzähl doch mal, wer bist du und was machst du bei Raumkonzept?

Ich bin gelernte Maler-Lackiererin und arbeite seit meiner Ausbildung in diesem Beruf. Micha habe ich in meinen ersten Jahren als Gesellin kennengelernt. Wir kennen uns also gefühlt schon ewig. Wir wissen, was wir einander haben, wie wir arbeiten, was unsere Stärken und vielleicht auch Schwächen sind. Als er dann ein Unternehmen gründete, war im Grunde genommen klar, dass ich mitgehen würde. Es ging dann alles nur viel schneller als gedacht, da er in kürzester Zeit sooo viele Aufträge bekam, dass er quasi über Nacht Mitarbeiter einstellen musste. Raumkonzept ging aus mehreren Gründen durch die Decke: Qualität, innovative Ideen und Materialien und und und.

Am Anfang konzentrierten wir uns ja auf Spanndecken, waren in dem Bereich schnell führend, dann kam schon bald Beton Ciré hinzu. Das zum Beispiel ist eine große Stärke von Micha: Er ist immer offen für Neues, sucht die besten Produzenten, die angesagtesten Materialien. Er ruht sich nicht auf seinem Erfolg aus und achtet stets auf erstklassige Qualität. Das macht die Arbeit für uns Mitarbeiter superspannend. Raumkonzept hat Top-Kunden. Wir machen keine 08-15-Arbeit!

Inzwischen sind wir ein 15-köpfiges Unternehmen und es hat sich so eingependelt, dass ich – gewissermaßen als Dienstälteste – kein festes Team habe, mit dem ich ausrücke, sondern die besonders kniffligen Fälle übernehme.

Das liegt zum einen an meiner Erfahrung, zum anderen an meinen Zusatzqualifikationen, die ich über die Jahre erworben habe, z. B. den Schein als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten. Zurzeit mache ich außerdem on top meinen Meister, der mir von Raumkonzept finanziert wird. Weiterbildung ist bei uns sehr wichtig! Überhaupt steht der wertschätzende Umgang mit den Mitarbeitern für die Geschäftsführung ganz oben auf der Prioritätenliste. Das ist bei uns kein leeres Gebrabbel, sondern wird hier wirklich gelebt. Wir verstehen uns alle super, und darauf wird auch geachtet – wir frühstücken zum Beispiel alle zwei Wochen miteinander oder machen mal zusammen einen Ausflug.

raumkonzept suedfrankreich

Was fasziniert dich an deiner Arbeit?

Mich begeistert wirklich, dass wir keinen Einheitsbrei machen, sondern immer wieder neue herausfordernde außergewöhnliche Projekte – vornehmlich im Privatbereich – realisieren. Seien es Komplettbadsanierungen oder große Beton-Projekte – wir sind zum Beispiel mal extra nach Südfrankreich beordert worden, um dort die Böden einer Villa zu spachteln.

Meine Arbeit ist und bleibt spannend. Ein großer Fan bin ich von Spanndecken. Viele wissen gar nicht, was für geniale Vorteile sie bei der Renovierung/Sanierung eines Hauses mit sich bringen. Man kann die Pluspunkte eigentlich gar nicht oft genug betonen: In Rekordzeit hat man eine perfekte Decke, ohne Dreck und ewiglanges Zurechtschneiden wie bei einer Gipskartondecke. Vor allem ohne Dreck. Das ist so ein großer Vorteil. Spanndecken bringen einfach binnen kürzester Zeit die besten Ergebnisse.

Raumkonzept hat dich dabei unterstützt, den Meister zu machen. Kannst du uns ein wenig mehr zum Meisterlehrgang erzählen?

Der Meisterschein war schon lange ein großer Wunsch von mir. Und ich bin glücklich, dass ich ihn vor gut anderthalb Jahren endlich in Angriff genommen habe. Dass mich Raumkonzept dabei so unterstützt, ist großartig. Der Meisterschein ist nämlich nicht nur eine finanzielle Herausforderung, sondern auch eine zeitliche. Man muss schon sehr viel Durchhaltevermögen haben, um das Pensum durchzuziehen. Vor allem die praktische Meisterprüfung hat so viel Zeit in Anspruch genommen, dass ich im Prinzip kein Leben mehr neben all dem hatte.

Aber ich bin happy mit dem Ergebnis – Aufgabe war die Gestaltung eines Hotelzimmers, das zu gleichen Teilen modern und im Jugendstil gehalten sein sollte. Es war wahnsinnig viel Arbeit, mit unendlichen vielen kleinen aufwendigen Schritten. Aber meine Meisterkabine kann sich sehen lassen.

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Warum arbeiten deiner Meinung nach so wenige Frauen in dem Beruf?

Ja, in diesem Bereich gibt es erstaunlich wenige Frauen. In der Berufsschule waren damals unter 20 Schülern nur 2 Frauen. Beim Meisterlehrgang sind wir 13 Personen. Davon sind wiederum nur 2 Frauen. Aber immerhin hatte ich in meinem Lehrbetrieb eine Chefin. Wahrscheinlich ist immer noch das alte Klischee der Baustelle an diesem Missverhältnis schuld. Frauen haben da nichts zu suchen und so. Viele gehen dann lieber studieren oder machen einen Bürojob. Dabei ist Maler-Lackierin so ein kreativer Beruf. Das geht nur leider völlig unter und ist viel zu wenig bekannt. Es ist ein toller Job mit so vielen Möglichkeiten, sich zu entwickeln. Sei es aktiv an Projekten mitzuarbeiten oder in den Verkauf bzw. die Beratung zu gehen, wo meiner Meinung nach Frauen ganz klar die Nase vorn haben, da sie oftmals empathischer sind.

3 Gründe, warum du gerne bei Raumkonzept arbeitest?

  1. Die eigenen Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten
  2. Weil ich von Anfang an mit dabei bin und „das Baby mit großgezogen habe“
  3. Die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeiten

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